Steuererklärung 2017


Informationen zur Steuererklärung 2017 und alle Steuererklärung Formulare 2017




Bei einer Steuererklärung 2017 stellt ein Steuerpflichtiger seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse dar. Dabei geht er unter Berücksichtigung von gesetzlichen Vorschriften selbstständig vor oder folgt einer expliziten Aufforderung des Finanzamts.

Auf Grund der gemachten Angaben kann seitens der Behörden berechnet werden, wie hoch die Steuerschuld ist. Das Verfahren der Steuererklärung dient auch dazu, Steuerflucht aufzudecken und ggf. zu verhindern.

Bei einer Steuerflucht verlagert jemand seinen Wohnsitz oder sein Vermögen ins Ausland mit dem Ziel niedrigere oder keine Steuern mehr zahlen zu müssen.

Steuererklärungspflicht und Steuererklärung Fristen für 2017

Jede Person muss Einkommen versteuern. Voraussetzung dafür ist, dass die Einkünfte über einem Grundfreibetrag in Höhe von 8.354 Euro liegen. Das gilt neben den Einkünften aus nichtselbstständiger und selbstständiger Tätigkeit auch für Erträge aus Land- und Forstwirtschaft sowie aus einem Gewerbe. Ferner sind auch Einkünfte aus Kapitalvermögen, Renten, und Vermietungen relevant.

Steuerpflichtige, die sich nicht in einem abhängigen Beschäftigungsverhältnis befinden, müssen im Regelfall eine Vorauszahlung an die Finanzbehörden leisten. Diese berechnet sich nach dem Verdienst im Vorjahr. Wer einer Steuererklärungspflicht unterliegt, muss Steuererklärung Fristen 2017 einhalten: Hier gilt der 31. Mai 2017 als Stichtag. Fällt dieser auf einen Sonn- oder Feiertag verlängert sich die  Abgabefrist auf den nächsten Werktag. In gewissen Fällen kann eine Verlängerung bewilligt werden.

Hierzu hat der Steuerpflichtige seine Gründe in einem Antrag darzulegen. Bei Inanspruchnahme eines Steuerberaters oder Lohnsteuerhilfevereins verschiebt sich die Steuererklärung Abgabefrist ohne weitere Darlegungserfordernis auf den 31.12.2017. Wer hingegen nicht zur Abgabe verpflichtet ist, kann sich viel Zeit lassen – nämlich vier Jahre.

Ob jemand einer Steuererklärung 2017 Frist im Folgejahr unterliegt oder nicht, lässt sich an bestimmten Kriterien ablesen. Hierzu gehören u.a.:

  • Wer über 410 Euro im Nebenjob dazu verdient, unterliegt der Steuererklärung 2017 Frist.
  • Wer die Kombination Steuerklasse III/V gewählt oder sich für das Faktorverfahren entschieden hat, ist ebenso zur Abgabe verpflichtet.
  • Wer einen Arbeitslohn nach der Steuerklasse VI bezieht, der für ein zweites, drittes usw. Beschäftigungsverhältnis gilt, muss ebenso die Steuererklärung 2017 Abgabefrist im Folgejahr beachten.
  • Wer von der Möglichkeit Gebrauch gemacht hat, sich höhere Freibeträge eintragen zu lassen, muss auch eine Frist im Jahr darauf berücksichtigen.
  • Wer von einer Finanzbehörde dazu aufgefordert wird, muss eine Einkommenssteuererklärung 2017 abgeben.

Die meisten Personen, die der Steuererklärungspflicht unterliegen, haben – so hofft das Finanzamt – Einkünfte, die nur unzureichend steuerlich belastet wurden. Tatsächlich muss der Fiskus nicht selten auch dieses Geld zurückzahlen. Durchschnittlich gerechnet ist von einer Steuerrückerstattung in Höhe von 900 Euro auszugehen.

Steuerratgeber 2017 als PDF Download

lohnsteuer_2016

pdf_download

Elektronische Steuererklärung 2017 und Elster Formulare 2017

Die klassischen Steuererklärungsformulare 2017 können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei ihrem zuständigen Finanzamt abholen. Alternativ dazu hat sich die elektronische Steuererklärung 2017 etabliert. Sie umfasst dieselben Steuererklärungsvordrucke, nur dass sie am Bildschirm ausgefüllt werden. Die elektronische Steuererklärung 2017 kann über Elster Online auf der Website www.elster.de ausgefüllt werden und kann mit oder ohne Anlegung eines speziellen Zugangs abgegeben werden.

Wer auf einen Zugang bei der Steuererklärung 2017 Online verzichtet, muss nach dem elektronischen Versenden der Daten ein Kurzversion unterschrieben bei der Finanzverwaltung abgeben. Wer hingegen bereit ist, ein wenig Aufwand zu betreiben, kann sich auf lange Sicht über die Anlegung eines eigenen Zugangs viel Mühe ersparen. Dieses liegt daran, dass man auf eingegebene allgemeine Daten immer wieder zugreifen kann.

Das erleichtert die Verwendung der Steuererklärungsvordrucke. Auch entfällt die Papierabgabe, da die sonst übliche Unterschrift durch eine digitale Zertifizierung ersetzt wird. Die Finanzverwaltung bietet hierzu drei unterschiedliche Zugänge an:

  • Elster Basis. Diese Steuererklärung ist kostenlos und hinterlegt ein Zertifikat auf dem Computer. Mit diesem lässt sich die Verwendung des Steuererklärungsprogramms eindeutig einer Person zuordnen.
  • Elster Spezial. Um auf die Steuererklärungsunterlagen zugreifen zu können, benötigt man einen Sicherheitstick, auf dem das Zertifikat hinterlegt wird. Die Steuererklärungsformulare 2017 können nach Bezahlung einer einmaligen Gebühr in Höhe von 41 Euro verwendet werden.
  • Elster Plus. Die dritte Variante bietet den höchsten Sicherheitskomfort, um einen  Vordruck bearbeiten zu können. Dazu kommt eine Signaturkarte zum Einsatz. Mit ihr lassen sich alle Steuererklärungsformulare 2017 eindeutig zuordnen.

Als besonderen Service der Finanzverwaltung gibt es mittlerweile auch die sogenannte vorausgefüllte Steuererklärung 2017. Die Steuererklärungsvordrucke enthalten schon viele Daten, die beispielsweise standardmäßig von den Krankenkassen übermittelt werden. Diese Daten aus dem Steuererklärungsprogramm sind aber ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Korrektheit eingetragen. Sie müssen im Rahmen der Steuererklärung Elster geprüft werden.

Steuerformulare 2017 und Elster Formulare 2017 zum PDF Download:

Steuerformular

pdf_download


ESt 1A – Mantelbogen zur Steuererklärung: Der Hauptvordruck zur Einkommensteuererklärung
ESt 1V – Vereinfachte Steuererklärung: Vereinfachte Steuererklärung für Arbeitnehmer
ESt 1C – für beschränkt Steuerpflichtige: Steuererklärung Einkommensteuererklärung für beschränkt Steuerpflichtige 
Anlage AUS zur Steuererklärung: Ausländische Einkünfte und Steuern 
Anlage Vorsorgeaufwand: zur Steuererklärung für Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben 
Anlage AV: zur Steuererklärung für Altersvorsorgebeiträge als Sonderausgaben
Anlage EÜR: zur Steuererklärung Einnahmenüberschussrechnung für Gewinnermittlung nach § 4 Abs. 3 EStG
Anlage FW: zur Steuererklärung Steuerbegünstigung zur Förderung des Wohneigentums
Anlage G: für Einkünfte aus Gewerbebetrieb (G)
Anlage S: für Einkünfte aus selbständiger Arbeit (S) 
Anlage KAP: zur Steuererklärung Einkünfte aus Kapitalvermögen (siehe bei Bedarf auch Abgeltungsteuer 
Anlage Kind: zur Steuererklärung Steuervergünstigungen für Kinder für Kindergeld 2017 (je Kind eine separate Anlage)
Anlage L: zur Steuererklärung Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft 
Anlage N: zur Steuererklärung Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit (Angaben zum Arbeitslohn, zu den Werbungskosten und zur Arbeitnehmer-Sparzulage)
Nichtveranlagungsbescheinigung (NV): zur Steuererklärung Antrag auf eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV
)

Anlage R: zur Steuererklärung (Einkünfte aus Renten und Leistungen aus Altersversorgungsverträgen)
Anlage SO: zur Steuererklärung bei privaten Veräußerungsgeschäften (z.B. Grundstücksverkäufen), Unterhaltsleistungen, anderen wiederkehrenden Bezügen (z. B. Schadensersatzrenten für den Verlust von Unterhaltsansprüchen), Einkünften aus Leistungen (z.B. gelegentlichen Vermittlungen) und Abgeordnetenbezügen 
Anlage U: zur Steuererklärung Realsplitting – Abzug von Unterhaltsleistungen an den geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten als Sonderausgaben
Anlage Unterhalt: zur Steuererklärung Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen als außergewöhnliche Belastung
Anlage V: zur Steuererklärung Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung 
Anlage VL: zur Steuererklärung Arbeitnehmer-Sparzulage – Die Anlage VL ist ein Bescheinigungsformular

Steuerfreibetrag 2017 und Steuerklassen

In Deutschland gibt es für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sechs Steuerklassen. Sie werden mit römischen Zahlzeichen versehen. Von einer Wahlmöglichkeit können besonders verheiratete Partner Gebrauch machen. Über eine Zuordnung informieren unter anderem Steuerklassenrechner. Im Einzelnen gilt:

  • Steuerklasse I. Hierbei handelt es sich um die klassische Steuerklasse für alleinstehende Personen. Auch geschiedene Personen müssen sich hier eingruppieren.
  • Steuerklasse II. Wer als Alleinerziehender mit einem oder mehreren Kindern lebt, wird hier im Rahmen der Einkommenssteuererklärung eingeordnet.
  • Steuerklasse III. Sie hängt mit der Steuerklasse V zusammen. Wenn der andere Partner nach der Klasse V veranlagt wird, bleibt für den anderen nur diese Klasse übrig.
  • Steuerklasse IV. Die Steuerklasse IV stellt den Normalfall für Partner dar.
  • Steuerklasse V. Eine Person kann in diese Berechnungsgrundlage nur eingeordnet werden, wenn der Partner die Steuerklasse III hat.
  • Steuerklasse VI. Sie gilt für eine zweite und jede weitere sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, die gleichzeitig zu einer Haupttätigkeit ausgeübt wird.

Nach der Steuerklasse 206 richtet sich auch der Steuerfreibetrag 2017, der als Pauschale zur Geltung kommt. Dabei gelten für das Steuerjahr bzw. die verpflichtende Steuerklärung folgende Steuererklärung Pauschalen:

  • Grundfreibetrag 2017. Er stellt die Grenzziehung dar, ab dem im Jahr überhaupt erst eine Besteuerung fällig wird. In den Steuerklassen I, II und IV beträgt er 8.354 Euro, in der Steuerklasse III verdoppelt er sich auf 16.708 Euro. Er entfällt in den Klassen V und VI.
  • Arbeitnehmerpauschalbetrag 2017. Er beträgt im Steuerjahr 2014 einheitlich 1.000 Euro und entfällt lediglich für gleichzeitig mehrfach Beschäftigte nach der Klasse VI.
  • Sonderausgabenpauschalbetrag. Seine Summe beläuft sich auf 36 Euro je Steuerklassen. Bei Beschäftigten nach der Steuerklassen VI reduziert er sich auf null Euro.
  • Entlastungbetrag 2017 für Alleinerziehende. Wer alleine Kinder großzieht, leistet einen besonders wichtigen und schweren Beitrag zur Gesellschaft. Daher wird nach der Steuerklasse II eine Pauschale in Höhe von 1.308 Euro fällig. Für alle anderen Personen besteht keine Relevanz.

Anzeigen

Der jeweilige Steuerfreibetrag 2017 wird automatisch vom Finanzamt berücksichtigt. Arbeitgeber führen darüber hinaus zur Abmilderung der Steuern einen Lohnsteuerjahresausgleich durch. Der Lohnsteuerjahresausgleich 2017 ist für Betreibe mit mindestens zehn Mitarbeitern verpflichtend. Dabei werden Abgabespitzen abgeschwächt.

Steuererklärung 2017 Rentner

Wer Rentner geworden ist und einige Monate noch gearbeitet hat, muss die Anlage R bei der Einkommensteuererklärung 2017 ausfüllen. Er muss sich (fast) immer an obige Pflichttermine halten, da er über mehr als 410 Euro aus anderen Quellen verfügt. Das ist auch bei Lebenspartnern oder Eheleuten der Fall, die eine gemeinsame Steuererklärung 2017 abgeben, bei der der eine noch arbeitet und der andere schon im Ruhestand ist. Wer hingegen eine Pension erhielt, muss auf die Anlage N zurückgreifen. Sie wird bei der Einkommensteuererklärung dem Arbeitslohen zugerechnet.

Ein wichtiges Kriterium bei der Steuererklärung 2017 Rentner stellt der so gennannte Altersentlastungsbetrag dar. Er gehört zu den Steuererklärung 2017 Freibeträgen. Dieser greift für alle, die mindestens 65 Jahre alt sind, und die einmal erworbene Höhe bleibt ein Leben lang bestehen. Von Jahr zu Jahr wird er sich bis 2040 auf null Prozentpunkte reduzieren. Konkret: Wer im Jahr 2017 seinen 65. Geburtstag feierte, erhält einen Altersentlastungsbetrag in Höhe von 25,6 Prozent, jedoch maximal 1.216 Euro je Jahr. Er kann allerdings nicht auf Renten und Pensionen angewendet werden und bezieht sich nur auf Mieteinnahmen, Lohn usw.

Auch die gesetzliche und private Rente unterliegen der Besteuerung. Auch hierfür greifen Freibeträge. Bis 2040 wird sich der steuerpflichtige Anteil der gesetzlichen Rente auf 100 Prozentpunkte erhöhen. Wer 2017 in Rente geht, muss auf 76 Prozent seiner Rente Steuern bezahlen. Wer ferner eine Privatrente, die ungleich der Rürup- und Riester-Rente ist, erhält, muss je nach Jahr des Erhalts einen Prozentanteil versteuern. Dabei gilt: Je später die Rentenzahlung beginnt, desto geringer ist der zu versteuernde Anteil. Wer beispielsweise mit 67 Jahren eine Privatrente erhält, hat 17 Prozent zu versteuern. Der Rest lässt sich unter die Freibeträge subsummieren. Die Riester-Rente wird voll versteuert und die Rürup-Rente unterlegt den gleichen Regeln, wie die gesetzliche Altersabsicherung. Beide werden bei der Steuererklärung Rentner immer wichtiger.

Steuererklärung 2017 Software

Für das Ausfüllen der Steuererklärung Formulare 2017 gibt es eine ganze Reihe an großen und kleinen Hilfen. Im World Wide Web stehen verschiedene Steuererklärung 2017 Rechner zur Verfügung. Durch einen Steuererklärung Rechner 2017 oder Steuerklassenrechner kann die individuelle Finanzlast berechnet werden. Die Zahlenwerte haben aber keinen Rechtsanspruch. Darüber hinaus finden sich auch vielfältige Steuererklärung Tipps. Sie helfen beispielsweise im Bereich Steuererklärung Pauschalen und greifen aktuelle rechtliche Entwicklungen auf.

Wer die Steuererklärung 2017 abgeben möchte, findet auf der Website elster.de die notwendige Steuererklärungssoftware 2017. Vielfältige Installations- und Anwendungshinweise der Finanzbehörden runden das Angebot ab. Darüber hinaus haben sich am Markt Anbieter im Bereich Steuererklärungsprogramm etabliert, die nicht nur  Tipps bieten, sondern auch die Elster-Dokumente integrieren. So kann selbst der Laie seine Daten für die Lohnsteuererklärung 2017 korrekt bearbeiten. Für Tipps stehen ferner eine ganze Reihe an gedruckten Ratgebern zur Verfügung, die jedes Jahr neu aufgelegt werden.

Absetzungen von der Steuer

Wer arbeitet, bezahlt in der Regel auch jeden Monat Steuern und wird zur Lohnsteuererklärung herangezogen. Bei abhängigen Beschäftigungsverhältnissen werden diese vom Arbeitgeber direkt an den Fiskus abgeführt. Dabei spielt ein Steuererklärung Pauschbetrag eine wesentliche Rolle, der das Gesamtbild und eine genaue Steuerberechnung unbeachtet lässt. Daher lohnt sich meist der so genannte Antrag auf Einkommensteuerveranlagung, auch wenn zur Abmilderung von Abgabenspritzen nicht selten ein Lohnsteuerjahresausgleich seitens der Arbeitgeber durchgeführt wird. Abzüge von den Gesamteinkünften lassen sich insbesondere auf drei Bereiche verteilen:

  • Werbungskosten 2017. Hierunter fallen Ausgaben im direkten Zusammenhang mit der Arbeit. Sie sind damit wesentlicher Bestandteil der Lohnsteuererklärung. Sie werden weiter unten eigehender beleuchtet.
  • Sonderausgaben 2017. Eigentlich handelt es sich hierbei um Privatausgaben. Hierzu gehören Vorsorgeaufwendungen, die weiter unter betrachtet werden.
  • Außergewöhnliche Belastungen2017. Sie besten durch Krankheitskosten, Beerdigungen, Scheidungsauslagen, Geburtskosten, Gebäudeschäden und anderes. Wenn Kosten hieraus eine zumutbare Grenze, also einen Pauschbetrag, übersteigen, wirken sie sich steuermildernd aus. Kinderanzahl, Familienstand und Einkünfte sind wesentlichen Kriterien für die Berechnung der zumutbaren Eigenbelastung.

Über die drei Bereiche hinaus erhöhen Kinder bei der Einkommensteuererklärung das nicht zu versteuernde Entgelt. Konkretere Hinweise zu Absetzung können unter anderem über eine  Software eingeholt werden, die schon während des Ausfüllens Hinweise liefern.

Werbungskosten 2017

Durch den Ausweis von Werbungskosten kann ein Arbeitnehmer den tatsächlichen Verdienst seiner Tätigkeit ermitteln. Denn nicht selten entstehen durch die Ausübung einer Arbeit erst Kosten, die andernfalls gar nicht anfallen würden. Ein klassisches Beispiel hierfür stellt der Weg zur Arbeit dar, der mit Benzinkosten oder einer Fahrkarte anfällt. Um hierbei feststellen zu können, was ein reiner Netto-Verdienst ist, müssen solche Kosten abgezogen werden. Für das Steuerjahr 2017 liegt die Werbungskostenpauschale, die auch Arbeitnehmerpauschalbetrag genannt wird, bei 1.000 Euro.

Diese wird Monat für Monat bei der Besteuerung berücksichtigt. Sie wird nicht nur berücksichtigt, sondern steht auch jedem Steuerzahler zu – selbst wenn die Werbungskosten viel geringer ausfallen. Ohne weiteres besteht auch die Möglichkeit, Werbungskosten über den Steuerpauschbetrag hinaus geltend zu machen. Hierfür sind Nachweise zu erbringen. Konkret gilt u.a. für die Zurücklegung eines Weges:

Pendlerpauschale 2017: Die Pendlerpauschale oder Entfernungspauschale schlägt jedes Jahr mit etwa 20 Milliarde Euro zu Buche. Dabei beträgt die Kilometerpauschale 30 Cent. Sie wird meist bei Benutzung eines Autos oder des öffentlichen Personennahverkehrs fällig. Aber eine Kilometerpauschale in gleicher Höhe gilt auch bei Zurücklegung des Arbeitsweges zu Fuß oder per Fahrrad. Dabei ist wichtig, dass die Pendlerpauschale nur für einen Weg, nämlich den Hin- oder den Rückweg gilt. Das Kilometergeld gilt normalerweise auch nur für den kürzesten Weg. Eine längere Distanz kann vom Finanzamt auch berücksichtigt werden, wenn sie verkehrsgünstiger gelegen ist.

Reisekosten 2017: Sie sind im Gegensatz zu obiger Entfernungspauschale oder Kilometerpauschale komplett absetzbar. Voraussetzung dafür ist, dass sie nicht Beförderungskosten zur ersten Tätigkeitsstätte darstellen. Reisekosten unter 10% Berufsanteil werden gar nicht berücksichtigt. Reisekosten zwischen 10% und 90% in Berufsausübung sind anteilig und über 90% voll absetzbar.

Bildungskosten 2017: Wer sich fortbildet, kann vielfach Auslagen in den Steuererklärungsunterlagen angeben. Liegt eine doppelte Haushaltsführung vor, können in den ersten drei Monaten je Tag Pauschalen in Höhe von 12 oder 24 Euro für Verpflegung angesetzt werden. Bei einer Vollzeitausbildung greift für den Weg eine Fahrtkostenpauschale bzw. ein Kilometergeld in Höhe von 30 Cent.

Vorliegen einer Behinderung. Wer eine Behinderung von mindestens 70% oder 50% mit Merkzeichen G hat, kann dieses im Steuererklärung 2017 Vordruck vermerken. Anstatt einem Kilometergeld in Höhe von 30 Cent ist eine Entfernungspauschale von 60 Cent absetzbar.

Fahrtkosten zum Arzt. Sie sind wie Reisekosten absetzbar und können in den Steuererklärungsunterlagen vermerkt werden.

Nutzung einer Fahrgemeinschaft. Wer mit einem Sammeltransport unterwegs war, muss das im Steuererklärung Vordruck angeben. Für jemanden, der nur mitfährt begrenzt sich nämlich der Höchstsatz der Fahrtkostenpauschale auf 4.500 Euro. Für Fahrer gilt die Fahrtkostenpauschale aber auch darüber hinaus.

Vorsorgeaufwendungen

Gleich ob bei der Steuererklärung Online oder bei Verwendung der klassischen Steuererklärung sind Vorsorgeaufwendungen als Sonderausgaben absetzbar. Hier sollen die wichtigsten betrachtet werden, nämlich:

  • Altersvorsorge. Hierzu gehören die Beiträge zur Riester- oder Rürup-Rente oder zur gesetzlichen Rentenversicherung.
  • Arbeitslosenversicherung. Wer vorgeschriebene oder freiwillige Beiträge leistet, kann diese unter anderem im Rahmen der Steuererklärung 2017 absetzen.
  • Haftpflichtversicherung. In die Steuererklärung Formulare können auch Beiträge zur Kfz-, Privat- und Gebäudehaftpflicht abgesetzt werden.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung. Wer sich gegen das Risiko irgendwann nicht mehr arbeiten zu können versichern will, kann seine Beiträge zur Absetzung bringen.
  • Krankenversicherung. Im Rahmen der Basisabsicherung sind gezahlte Beiträge absetzbar.
  • Unfallversicherung. Versicherungen, die Unfälle des Alltags absichern, werden berücksichtigt.

Eine Vielzahl weiterer Vorsorgeaufwendungen können geltend gemacht werden. Hierzu gehören selbst bezahlte Beiträge zur Auslandsreisekrankversicherung, zur Kapitallebensversicherung, zur Krankenhaustagegeldversicherung, zur Krankentagegeldversicherung, zur Pflegeversicherung und zur Risikolebensversicherung. Hingegen sind Sachversicherungen hier nicht absetzbar. Zu ihnen gehören die Haushalts- und Rechtsschutzversicherung sowie viele andere.





SERVICE: Versicherungsvergleich